Interessantes zum Bevenser Siebenstern
An dieser Stelle erhalten Sie demnächst einen kleinen Überblick über die Geschichte des Siebensterns.
Hier zunächst eine – in Strecken scherzhafte – Anleitung zur Reinigung des Holzleuchters. Bei Befolgung übernehmen wir keinerlei Haftung.
Die Reinigung des Siebensterns
Nachdem nun der Siebenstern viele Menschen durch die Advents- und Weihnachtszeit begleitet hat und mit seinem warmen Kerzenschein traute Stimmung und gemütliche Wärme verbreitet hat, tut sich jetzt meistens die Frage auf:
Wie wird mein Siebenstern wieder vom Wachs der Kerzen befreit, ohne dass das gute Stück Schaden nimmt?
Hierzu gibt es die verschiedensten Methoden.
So mancher versucht es mit einem Kartoffelschälmesser oder einer alten Nagelfeile und schrapt außer dem Wachs auch gleich die Politur bis auf das Holz mit herunter.
Andere bevorzugen eine Stahldrahtbürste, um das Wachs zu entfernen. Natürlich kann man auch eine rotierende Drahtbürste in seine Bohrmaschine spannen und es damit versuchen. – Wozu hat man denn schließlich ein derartiges Instrument? –
Wenn das Holz, sofern es kein Weichholz ist, erst zu qualmen beginnt, ist das Wachs auch zumeist verschwunden. Bei Weichholz fliegen bei dieser Behandlung gleich die Fetzen aus dem Siebenstern. Eine sehr beliebte Methode ist es auch, kochendes Wasser über den Leuchter laufen zu lassen. Der Siebenstern ist danach zwar nicht mehr zu gebrauchen, aber dafür hat man dann eine herrliche Schweinerei in der Spüle unter dem Boiler. Der Abfluss ist dann gewöhnlich auch verstopft.
Sehr beliebt ist auch die Methode, den Siebenstern in den Backofen zu legen, um das Wachs dort herunterzuschmelzen. Sofern man die Temperatur richtig eingestellt hat und zwischendurch einen längeren Klönschnack mit der Frau Nachbarin hält, kann man anschließend die Holzkohle aus dem Herd fegen oder saugen und sich danach einen hübschen neuen Siebenstern kaufen.
Natürlich gibt es auch Verfahren, um einen wachsbekleckerten Siebenstern schonender zu reinigen. Wenn es sich bei der Verschmutzung um Stearin handelt, so zerlegt man seinen Leuchter und deponiert die Teile einige Zeit im obersten Fach des Kühlschrankes. Das Wachs ist nach wenigen Stunden so hart, dass man es mit dem Daumennagel vom Holz herunterdrücken kann
(durch die Kälte zieht sich das Wachs etwas zusammen und löst sich schon dadurch etwas vom Holz).
Diese Methode kann man auch bei Bienenwachs anwenden, nur werden in diesem Fall noch Wachsreste auf dem Leuchter zurückbleiben. Aber auch diese Reste lassen sich relativ leicht entfernen, wenn man ein möglichst fusselfreies Tuch im Backofen erwärmt (aber nicht bräunen) und damit die letzten Wachsrückstände vom Holz herunternimmt. Wenn man dann noch etwas nachreibt, erhält das Holz des Siebensterns wieder seinen vollen warmen Glanz.
